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Wie steigert man den Wert einer idyllischen Erholungslandschaft? Indem man sie besser erschliesst. Nicht etwa für den motorisierten Verkehr, sondern für umweltbewusste, Ruhe suchende Spaziergänger und Velofahrer.
Zwischen Solothurn und Grenchen fehlten Verbindungen zwischen den Wegen auf den beiden Ufern der Aare. Wer am Südufer unterwegs ist und in Altreu einkehren möchte, musste einen langen Umweg in Kauf nehmen. Gleich wie eine Velofahrerin am Nordufer, die Bekannte in Lüsslingen überraschen will. Was liegt näher als an geeigneten Orten Fähren zu errichten?

 

...zum konkreten Projekt
Die Idee eines Fährbetriebes ist nicht neu. Bereits früher existierten in Altreu und Bellach Übersetzungsmöglichkeiten, die täglich von oft 175 Personen benützt wurden. Der betrieb wurde jedoch vor über 10 Jahren eingestellt, weil die anfallenden Investitionen – insbesondere die Anschaffung einer modernen Fähre – für die damaligen Betreiber zu hoch waren.

Der Gedanke einer Wiederbelebung des allgemein vermissten Fährbetriebs über die Aare wurde von einer Gruppe initiativer Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik – der SO-Visionen – aufgenommen. Inzwischen ist die erste Fähre Wirklichkeit. Seit September 1998 ist die traditionsreiche Fähre in Altreu/Leuzigen in Betrieb. Auch der Fährbetrieb in Bellach soll nach mehrjährigem Unterbruch bereits 1999 wieder aufgenommenen werden.

 

Fähre für Velofahrer und Fussgänger
Die Aare-Fähren dienen primär Velofahrern und Spaziergängern. Die modernen, neu entwickelten Fähren bieten Platz für 12 Personen mit Fahrrädern oder Kinderwagen. Sie werden mit Elektromotor bzw. Solarzellen angetrieben und bieten dank der Bugklappe einfachen Zugang.

Die Fährboote können zudem für Vereinsfahrten eingesetzt werden und auch eine Schulreise lässt sich durch die Überfahrt um einen zusätzlichen Höhepunkt bereichern.

Die Fähren sind so konstruiert, dass sie jeweils von einer Person bedient werden können. Sie schaffen in der Hochsaison verschiedene Teilzeitstellen.